Garmin Alpen-Triathlon
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Das Jubiläum - Der 25. Alpen-Triathlon

Vor 25 Jahren wurde die Idee zum Alpen-Triathlon geboren. Um das 50jährige Jubiläum der Firma Sixtus mit einem sportlichen Event zu feiern, entschied man sich einen Wettkampf in der damals noch jungen Sportart Triathlon durchzuführen. Bestens ausgestattet mit reichlich Natur und den Vorzügen eines "kopierten" Geländes kam man überein, aus dem Sixtus Alpen-Triathlon ein Rennen mit besonderem Charakter zu machen. So suchte und fand man eine sehr schöne, aber auch sehr anspruchsvolle Radstrecke. Der Laufparcours sollte dem nicht nachstehen. Die Streckenführung in die Valepp und zurück um den Spitzingsee gehört wohl zu den eindrucksvollsten, die man im Triathlon finden kann.

Um die Athleten nicht zu überfordern wurden die Streckenlängen auf 1 km Schwimmen, 30 km Radfahren und 10 km Laufen begrenzt. So fand dann 1988 der erste Alpen-Triathlon als Test für das Jubiläumsrennen statt. Während mit Roger de Moraes aus Brasilien und einigen anderen Cracks von damals das Herrenfeld bereits späteren Glanz andeutete, war der Frauen-Wettbewerb noch eine eher familiär gemütliche Angelegenheit. Strecke und Veranstaltung fanden großen Anklang. Kritik wurde nur über die verkürzten Strecken laut. Hierauf wurde reagiert und die Radstrecke um das heutige Filetstück über Deining, Niklasreuth und Sonnenreuth auf 40 km erweitert. Zehn Kilometer, die es in sich haben und die Radstrecke zusammen mit dem legendären Anstieg zum Spitzingsattel zu einer der anspruchsvollsten, aber auch schönsten der Welt machen.

1989 war es dann soweit. Das Rennen zum 50-jährigen Jubiläum der Sixtus Werke wurde ein solcher Erfolg, daß allen Beteiligten rasch klar wurde, der Alpen-Triathlon mußte fortgesetzt werden. Angelockt durch die Einzigartigkeit der Strecke kamen immer mehr Athleten zum Schliersee. Und auch die Elite ließ sich nicht lange bitten. 1991 gewann erstmals Rob Barel, der dominierende Triathlet der damaligen Zeit in Europa. Der Holländer wurde zu einer Institution der Veranstaltung. Er nahm sechsmal teil und konnte den Alpen-Triathlon dreimal gewinnen. Auch das Frauenfeld gewann stetig an Klasse. Mit Brigitte Scheithauer, Ute Schäfer und Sabine Westhoff trugen sich die deutschen Topathletinnen in die Siegerlisten ein.

1995 erhielt die Veranstaltung als Austragungsort des Prestige-Cups erstmals offiziellen Status. Im folgenden Jahr erfolgte dann die Aufwertung auf eine noch höhere Stufe. Der Alpen-Triathlon wurde zum Europacup. Topstars wie die Weltmeister Simon Lessing, Dmitriy Gaag und Olivier Marceau oder Natascha Badmann, Joanne King und Leanda Cave tummelten sich an der Startlinie. Und alle sind sich einig: der Alpen-Triathlon mit seiner Schönheit und seinen extremen Anforderungen ist ein Highlight der Szene geworden, das aus dem internationalen Wettkampf-kalender nicht mehr wegzudenken ist. Seit 2001 ist Schliersee auch Bestandteil der Triathlon Bundesliga. Trotzdem hat die Veranstaltung ihren ursprünglichen Charakter nicht verloren. Denn neben den Topathleten zieht es eine stetig steigende Zahl von Hobbyathleten an den Schliersee, die nur eines suchen: ein unvergleichliches Erlebnis.

Seither gab es dreii einschneidende Veränderungen. 1999 fiel für die Elite das Windschattenverbot. Seither gehören Pulks und Ausreißversuche zum Erscheinungsbild des Alpen-Triathlons. Ab 2003 bereichern Staffeln das Teilnehmerfeld. 2004 schließlich wurde die Laufstrecke geändert. Auf drei zuschauerfreundlichen Runden geht es jetzt in die Valepp und zwei mal um den Spitzingsee.

Von 2005 bis 2009 waren Sandoz bzw. Hexal die Headliner der Veranstaltung. In dieser Zeit war das Rennen zweimal die Internationale Deutsche Meisterschaft. Mit dem Weltmeister Daniel Unger, dem späteren Olympiasieger Jan Frodeno und Ironmansieger Faris Al-Sultan waren dabei die deutschen Triathlontitanen am Start.

Seit 2010 ist Garmin der Titelsponsor und die Veranstaltung heißt seither Garmin Alpen-Triathlon.

Drei Teilnehmer haben es tatsächlich geschafft, an allen 24 Alpen-Triathlons teilzunehmen. Gerhard Müller aus Erlangen, Gerd Fischer vom TSV 1860 Rosenheim und der Lokalmatador Markus Geipel. Ich bin sicher, wir werden die drei auch 2012 wieder in Schliersee bewundern dürfen.